Räuber im Hölzerkopfhaus
eine gar grausige Sage
 
 

Mehrere Sagen ranken sich um Hölzerkopf, den Jäger und Freischütz. Das Hölzerkopfhaus stellen wir Ihnen im 2.Teil des historischen Rundgangs durch Mihla vor. Die wohl märchenhafteste Sage um das Hölzerkopf erzählen wir Ihnen hier, sofern Sie sich trauen weiterzulesen
 
 
Achtung, zarte Gemüter! Bitte nicht weiterlesen!!

 
 
HölzerkopfhausVor langer, langer Zeit lebte im Hölzerkopfhaus ein reicher Mann, dessen Dienstmagd sich in einen jungen Fremden verliebte. Als der Reiche eines Tages eine Reise unternahm, begehrte der junge Mann Einlaß, den ihm die Magd nur allzu gern gewähren wollte.
 
Zur verabredeten Nachtstunde klopfte der junge Mann vorsichtig, legte eine Leiter an und wollte durch die Bodenluke zur Magd klettern. Diese bemerkte jedoch voller Schreck, dass ihr vorgeblicher Freier nicht allein war und eine unschwer als Räuber zu erkennende Bande mitbrachte.
 
der Räuberhauptmann?Schlagartig wurde der Magd klar, was sie angerichtet hatte. In ihrer Verzweiflung ergriff sie ein herumliegendes Beil und schlug damit nacheinander jedem Räuber den Kopf ab sobald er ihn durch die Luke steckte und zog den Körper nach. Auch ihr Freier fand so sein Ende.
 
Als der Reiche am anderen Morgen heimkehrte, fand er die Magd inmitten der Erschlagenen, blutbeschmiert und schwer geschockt, doch wohlauf. Die Räuberbande gab es nicht mehr, sein Hausrat war noch ganz beisammen. Zur Erinnerung ließ der Mann die Diebsgesichter in Holz schneiden und brachte diese gut sichtbar an den Giebelenden der Balken, wo sie auch heute noch Räuberbanden abschrecken.
 
 
Berühmte Mihlaer - die Hölzerkopfbande
 
 
nacherzählt aus "Geschichte Mihlas" von R.Lämmerhirt  
www.mihla.de, im Oktober 2001