Gemeinde Mihla

Hainichgemeinde am Werraknie

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Stadtbrandmeister Marko Stein gab Bericht zur Situation der Creuzburger Stützpunktwehr an den Stadtrat 

In den ersten beiden Monaten des Jahres finden unter „normalen“ Bedingungen die Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren statt. Dies ging in diesem Jahr nicht. Daher hatte Bürgermeister Rainer Lämmerhirt die jeweiligen Wehrführer gebeten, in den Stadtratssitzungen einen Bericht über die aktuelle Situation der Wehr zu geben, Entwicklungen deutlich zu machen und auf zukünftige Aufgaben hinzuweisen. Letztlich muss der Stadtrat Entscheidungen über die Personalentwicklung, Neuanschaffungen oder andere Bereiche der Feuerwehr treffen und dies setzt zumindest Grundkenntnisse und Verständnis der jeweiligen Situation voraus. 

Den Anfang dieser Berichte hatte Mihlas Wehrführer Markus Mayer zur Stadtratssitzung in Mihla gemacht, nun folgte Creuzburgs Feuerwehrchef Marko Stein zur Stadtratssitzung im Creuzburger Klostergarten.

Anhand einer Präsentation schilderte er zunächst den Zustand der Wehr Anfang 2021. Der kann sich sehen lassen: 

Die Creuzburger Stützpunktwehr arbeitet eng mit der Ortsfeuerwehr Scherbda zusammen. Dort ist Sandro Liebetrau, gleichzeitig auch Stadtrat, Wehrführer. 

Bemerkenswert ist der Mitgliederstand. In der Einsatzabteilung Creuzburg sind 41 Kameraden aktiv, darunter 9 Frauen. In Scherbda zählen 12 Kameraden zur Einsatzabteilung. Hinzu kommen in der Creuzburger Wehr, hier arbeitet man mit Scherbda zusammen, 21 Jugendliche, die in der Jugendfeuerwehr einen großen Teil ihrer Freizeit verbringen. Zur Wehr zählen natürlich auch die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, in Creuzburg 15, in Scherbda vier, sodass insgesamt die Wehr der Stadt Creuzburg 93 Mitglieder umfasst. 

Wichtig für weitere Planungen, so auch von Marko Stein ausgeführt, ist dann die Altersstruktur. Betrachtet man beide Wehren zusammen, so ergibt sich ein Durchschnittsalter der Einsatzabteilung von 53 Jahren, wobei die größte Gruppe der Aktiven die Altersgruppe der 31 bis 40jährigen Kameraden ausmacht. Betrachtet man die Creuzburger Wehr allein, ist der Altersdurchschnitt noch weitaus günstiger. Dies spricht für eine erfolgreiche Jugendarbeit über Jahre hinweg. 

Beeindruckend ist auch der Ausbildungsstand der Kameradinnen und Kameraden. Vier Verbandsführer und sieben Gruppenführer stehen als Einsatzleiter bereit, lediglich bei der Ausbildung von Zugführern besteht Nachholbedarf. Gerade die systematische Ausbildung ist in den letzten Monaten sehr stark durch die Pandemie beeinträchtigt worden. 

   

Bemerkenswert auch, dass für den Ernstfall 21 Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stehen.

Der Technikpark beider Wehren entspricht den Anforderungen. So ist in Creuzburg ein neues HLF 10 stationiert, welches im letzten Jahr bei 43 Einsätzen dabei war. Weiter verfügt die Creuzburger Wehr über ein Tanklöschfahrzeug TLF 16, ein Einsatzleitfahrzeug sowie einen Mannschaftstransportwagen, während in Scherbda ein TSF-W stationiert ist. Hier dürfte Handlungsbedarf bestehen, denn dieses Fahrzeug ist inzwischen bereits 21 Jahre alt, während die Creuzburger Fahrzeuge wesentlich jüngerer Bauart sind. 

Im Jahr 2020 mussten die Feuerwehren insgesamt zu 34 Einsätzen ausrücken, wobei die Scherbdaer Wehr mit ihrem Fahrzeug an fünf Einsätzen beteiligt war oder diese ausführte. Schwerpunkte im Einsatzgeschehen stellten die Verkehrsunfälle (5) sowie Brände (7) dar. 

Hinsichtlich der anstehenden Aufgaben ging Marko Stein auf die Erneuerung der Dachanlage am Feuerwehrgerätehaus Scherbda ein und berichtete über die Absicht der Creuzburger Kameraden, eine Drohnenstaffel aufzubauen sowie alle Fahrzeuge auf Digitalfunk umzurüsten.

Der Wehrführer erhielt für seine Ausführungen viel Beifall der Stadträte. Bürgermeister Lämmerhirt bedankte sich ausdrücklich für die gebrachten Leistungen und das Engagement zum Wohle aller. Er teilte mit, dass die vier Wehren der Stadt Amt Creuzburg hinsichtlich der Aktiven sowie der technischen Ausstattung, elf Fahrzeuge in den Ortsteilen, gut aufgestellt sei.

Er verwies weiter darauf, dass aufgrund der Coronapandemie die anstehende Wahl des Stadtbrandinspektors für das Amt Creuzburg noch nicht stattfinden konnte, aber dringend nötig sei. 

- Amt Creuzburg -