Gemeinde Mihla

Hainichgemeinde am Werraknie

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Auf ein neues Jahr, ein hoffentlich besseres Jahr 2022! 

Wieder erleben wir einen Jahreswechsel voller Sorgen. Bereits zum zweiten Mal in Folge sind durch die Coronapandemie die Freiheiten der Menschen stark eingeschränkt. Ein Feuerwerk zu Silvester oder gar Feiern mit Freunden im größeren Rahmen und in den Vereinen sind verboten.

Wer hätte dies im Sommer letzten Jahres gedacht? Da war die Hoffnung groß, die Pandemie sei bereits weitgehend überwunden. 

Nun haben sich Weihnachten 2021 76 Menschen allein im Amt Creuzburg mit dem Virus infiziert, etliche sind verstorben und in vielen Haushalten geht es mit Quarantäne in das neue Jahr! 

Unklar ist, wie es mit den Schulen und Kitas weitergeht. Eine neue Mutation, noch gefährlicher als die bisherigen, ist aufgetaucht und wütet auch unter den Kindern. 


Neujahrskarte aus dem Jahr 1930, Museum im Mihlaer Rathaus. 

Unsere Gesellschaft zerfällt immer mehr. Es wird nur noch nach Geimpften, zwei- oder dreimal Geimpften, Genesenen oder Ungeimpften geschaut und unterschieden. Davon hängen die wenigen Möglichkeiten des „normalen“ Lebens ab. 

Demos und „Spaziergänge“ gegen diese Maßnahmen finden in Eisenach, Creuzburg und auch in Mihla statt. Vieles wird radikaler, gefährlicher, der Staat ist sehr unter Druck. Wie sollen, wenn es tatsächlich einmal gelingt, das Coronageschehen in den Griff zu bekommen, der Umgang mit den Menschen untereinander möglich sein? Die Spaltung und immer stärker werdender Hass verlaufen bis in die Familien hinein. Das neue Jahr wird wohl nicht leicht werden. 

Trotzdem, wir sind doch Menschen, lasst uns menschlich miteinander umgehen. Erinnern wir uns an unsere Stärken, an ein Miteinander, Verantwortung, Freude mit den Nachbarn, Unterstützung, Hilfe und letztlich eben Menschlichkeit. Werte, die uns doch immer geholfen haben, warum nicht auch im neuen Jahr? 

Ich bin trotz mancher pessimistischen Stimmung, die mich immer wieder ereilt, auch voller Hoffnung, dass uns das gemeinsam gelingt. Wenn wir nur wollen! 

Rainer Lämmerhirt
- Bürgermeister und Ortschronist -