Gemeinde Mihla

Hainichgemeinde am Werraknie

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Gemeinderat beriet 

Der Mihlaer Gemeinderat beriet auf seiner vorletzten Sitzung in diesem Kalenderjahr. Neben vielen Informationen des Bürgermeisters zum aktuellen Baugeschehen und der Arbeit in den Vereinen, Beschlüssen zu Bauvoranfragen, standen der Bericht des Steuerbüros Karsten Krause zur steuerlichen Entwicklung der „Goldenen Aue“, die nach gewerblichen Kriterien geführt werden muss, und des Mihlaer Freibades an. 

Alljährlich ist der Bericht zum Freibad ein wichtiger Punkt in den Sitzungen des Gemeinderates. Mit den dann vorgelegten Zahlen wird deutlich, wie sich der Geschäftsbetrieb tatsächlich entwickelt hat, aber auch welche Verlustsummen immer wieder neu festgestellt und dann der absoluten Verlustsumme der letzten 25 Jahre zugeschrieben wird. 


Karsten Krause vom gleichnamigen Steuerbüro brachte im Gemeinderat die Zahlen zur Geschäftsentwicklung der letzten beiden Jahre ein. Danach erhöhte sich der Verlust für die Gemeinde um weitere 250.000 €. Das Betreiben des für die Gemeinde und Region so wichtigen Freibades als "freiwillige" Aufgabe soll trotzdem weitergeführt werden, so Bürgermeister und Gemeinderat. Besonders wichtig ist die Unterstützung durch den Förderverein. 

Der Bericht wurde zu den Jahren 2015 und 2016 gegeben. 2015 war ein durchschnittlicher Sommer, der steuerliche Verlust belief sich daher auf 106.000 €. Ein Jahr später, ungünstigere Wetterbedingungen und mehrere Reparaturen, die durchgeführt werden mussten, ergaben eine Verlustfortschreibung von 139.000 €. Damit wurde durch das Betreiben des Freibades seit 1991 ein Gesamtverlust von 2,4 Millionen Euro eingefahren. Dies bedeute, so Bürgermeister Lämmerhirt, ohne die Ausgaben für das Mihlaer Bad hätte die Gemeinde sicher ihre Pflichtaufgaben im Straßenbau ebenso umgesetzt wie so manche freiwillige Aufgabe, die bisher auf der Strecke geblieben sei. Gewerbesteuer für das Bad müsse die Gemeinde wohl niemals zahlen. Aber, das betonte der Bürgermeister ebenso und fand dabei intensive Unterstützung im Gemeinderat, dass seien Gelder, die die Gemeinde bei der Entstehungsgeschichte des Bades und der Bedeutung dieser Freizeiteinrichtung für die Gemeinde und die gesamte Region, gerne anpacke!  Dies gelte auch für die Zukunft. In Richtung Gebietsreform, worüber ebenfalls intensiv beraten wurde, ist angemerkt worden, dass der Erhalt des Freibadbetriebes in Mihla eine Forderung für den Zusammenschluss mit anderen Gemeinden sei. 

Neben der Gebietsreform, wo die Gemeinde Mihla weiter auf Signale vom Land wartet, den Kauf der früheren Schule in Creuzburg als zukünftigen Sitz einer auf ein Gebäude konzentrierten Verwaltung durch die Stadt Creuzburg aber befürwortet und unterstützt und gleichzeitig vorschlägt, nun rasch zu einer Einheitsgemeinde zu kommen, um die dann fälligen Finanzhilfen des Landes in den Umbau des Gebäudes zu investieren, brachte der Bürgermeister die ersten Grundgedanken für den Haushalt 2018 in die Diskussion ein. Dieser soll allerdings erst nach Feststellung des Jahresabschlusses 2017 aufgestellt werden, um dann genau zu wissen, wie viel Spielraum für investive Maßnahmen die Rücklage zulässt. 

- Ortschronist -