Gemeinde Mihla

Hainichgemeinde am Werraknie

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Umfangreiche Informationen zur Einwohnerversammlung 

Vor gut gefüllten Bürgerhaus erläuterten zur Einwohnerversammlung Bürgermeister Rainer Lämmerhirt, unterstützt von seinen Beigeordneten und Gemeinderäten, die Positionen der Gemeinde Mihla zur aktuellen Situation und in der freiwilligen Umsetzung der Gebietsreform. 

Zu den Teilnehmern gehörte Bürgermeister Ronny Schwanz aus Creuzburg, der von einigen Stadträten begleitet wurde. Aber auch die Bürgermeister aus Lauterbach, Ebenshausen, Frankenroda und Krauthausen nahmen an der Sitzung teil. 

Zunächst erläuterte Bürgermeister Rainer Lämmerhirt die aktuelle Situation der Gemeinde. Dabei ging er auf die vielen laufenden, gerade abgeschlossenen und geplanten Bauvorhaben der Gemeinde ein, berichtete über die finanzielle Entwicklung und die Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde und den Vereinen. Auch Probleme wurden nicht ausgespart, so die enorme Verkehrsbelastung im Ort, die Situation um die Spielplätze und die Jugendarbeit, die Meinung der Gemeinde zu einer Erweiterung der Mülldeponie und zur Erweiterung der Windkraftvorhalteflächen auf dem Reitenberg. Die beiden letztgenannten Projekte werden von der Gemeinde Mihla einhellig abgelehnt. Entgegen immer wieder aufkommenden Behauptungen hat der Gemeinderat den Beschluss gefasst, die Wegeflächen am Steingraben nicht zu verkaufen und der Bürgermeister betonte, dass dieser Beschluss natürlich bindend sei. 

Hauptpunkt des Abends war die Information der Bürger zu der vom Stadtrat Creuzburg und der Gemeinde Mihla einstimmig gefassten Willenserklärung, gemeinsam im Rahmen des 3. Gemeindeneugliederungsgesetzes eine Einheitsgemeinde zu bilden. 

Hierzu die nächsten Zeilen aus der Einwohnerversammlung im März, bei der genau dieses Thema bereits beraten wurde: 

"Die Vertreter der Gemeinde Mihla erläuterten die Hintergründe des im Gemeinderat einstimmig gefassten Beschlusses, die jetzige Verwaltungsgemeinschaft in eine Einheitsgemeinde mit Verwaltungssitz in Creuzburg umzuwandeln. Ifta werde seinen Weg zur Stadt Treffurt gehen, inzwischen seien die notwendigen Beschlüsse in beiden Kommunen gefasst. 

Wunsch der Mihlaer sei es, mit allen anderen Kommunen, die sich inzwischen für die Beibehaltung der VG ausgesprochen haben, weiter im Gespräch über die Bildung einer Einheitsgemeinde zu bleiben, die jetzige Situation zu nutzen, zukunftssichere Strukturen zu schaffen und dabei auch die Unterstützungsgelder des Landes in Höhe von 200 € je Einwohner mit in Anspruch zu nehmen. Um dies zu erreichen, gemeinsame Projekte, die man dann angehen könnte, gäbe es neben dem Ausbau der Creuzburger Schule als Verwaltungssitz ausreichend in jeder Gemeinde." 

Genau an dieser Stelle sei man jetzt angelangt. Mihla und Creuzburg wollen eine Einheitsgemeinde mit dem Namen "Amt Creuzburg" bilden. Beide Kommunen werden einen Vereinigungsvertrag auf gleicher Augenhöhe beschließen und den Antrag stellen, der vom Landtag zu beschließen ist. Gelingt dies alles, könnte die Einheit im Jahre 2020 vollzogen werden. 

Erstaunen rief dann die Wortmeldung von Ebenshausens Bürgermeister Fred Leise hervor, der bisher als der stärkste Vertreter der Verwaltungsgemeinschaft galt. Er teilte mit, dass er mit seinem Gemeinderat über den Zutritt der Gemeinde Ebenshausen zu der sich neu bildenden Einheitsgemeinde beraten und beschließen werde. Inzwischen wurde dieser Beschluss vollzogen. Weitere Signale von anderen Gemeinden gab es bisher nicht, aber, wie Bürgermeister Ronny Schwanz den Mihlaern mitteilte, man wolle den Weg mit Mihla weiter gemeinsam gehen und so in der Creuzburger Praetorius-Schule ein Verwaltungsgebäude herrichten, in dem die bisher auf zwei Orte verteilte Verwaltung der VG Einzug halten könne.

Für die Zukunft werde man auf den Beitritt weiterer Gemeinden hoffen und auch das spätere Thema eines Zusammengehens mit der Stadt Treffurt sei möglich. 

Von Seiten der anwesenden Bürger gab es viele und intensive Fragen und Anregungen. Vor allem der Wunsch, doch mehr zwischen den Gemeinden zu reden, war mehrfach zu hören. Aber auch viel Zustimmung zu den Positionen des Mihlaer Gemeinderates. 

Nach beinahe zweistündiger Dauer und der Bekantgabe von wichtigen Infos zum Baugeschehen schloss Bürgermeister Lämmerhirt dann die Einwohnerversammlung, bereits die vierte zum Thema Gebietsreform. 

- Ortschronist -