Gemeinde Mihla

Hainichgemeinde am Werraknie

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Denkmal im Kalkgrund gesetzt 

Auf Anregung der Nationalparkverwaltung wurde seit dem Frühjahr an dem Projekt gearbeitet: Im Kalkgrund, an der Absturzstelle eines australisch-kanadisch-britischen Bombers am 31. März 1944 sollte die Gedenktafel durch einen Gedenkstein mit Bronzeinschrifttafel ersetzt werden. Bereits zweimal war die Holztafel zerstört worden, zuletzt in diesem Frühjahr. Zudem steht Ende März des nächsten Jahres der 75ste Tag der Katastrophe an. Die Vorgänge im Kalkgrund werden durch australische und britische Veteranenverbände genauestens verfolgt und waren bereits mehrfach Gegenstand von Veröffentlichungen in britischen Zeitungen und im Internet. 

Die Absturzstelle sollte zudem als Kriegsgräberstelle behandelt werden. Beim Absturz der Maschine konnten lediglich zwei von acht Besatzungsmitgliedern identifiziert und beigesetzt werden. 


Der Gedenkstein im Kalkgrund wurde am 16. November gesetzt. 

Die Gemeinde Mihla folgte der Anregung der Nationalparkverwaltung und fand Unterstützung bei Eberhard Helbig aus Eisenach, jenem Luftkriegsforscher, der die Namen der Besatzung und Kontakte mit den Verbänden und Angehörigen ermöglicht hatte. 

In Abstimmung mit dem Veteranenverband gab die Gemeinde Mihla eine Bronzetafel in Auftrag. Die Mihlaer Firma Nowatzky übernahm die Organisation und Beschaffung um den Gedenkstein und besorgte dieser Tage gemeinsam mit dem Bauhof der Gemeinde die Aufstellung des Gedenksteines auf dem Gelände des Nationalparkes. 

Neben dieser Unterstützung gingen für das Vorhaben eine Reihe von Geldspenden ein, so vom britischen Veteranenverband, von Privatpersonen aus Deutschland und Holland und von der Kreis-SPD, insgesamt weit über 1000 €, die einen großen Teil der Kosten für die Gedenktafel deckten. 

Inzwischen ist auch die australische Botschaft und Militäradministration in Deutschland für den Gedenktag am 30. März 2019 eingeladen und auch Veteranen aus England werden kommen. 

Nur im gemeinsamen Gedenken kann die Vergangenheit bewältigt und die Zukunft gestaltet werden, so ist man sich einig. 

- Ortschronist -