Gemeinde Mihla

Hainichgemeinde am Werraknie

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Jagdgenossenschaft Mihla beriet 

Zur Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl trafen sich Jagdgenossen und Jagdpächter der Mihlaer Genossenschaft im „Grauen Schloss“. Vorsteher Wolfgang Stötzel gab den Vorstandsbericht und ging darin besonders auf die Maßnahmen ein, die von der Jagdgenossenschaft im Zeitraum des letzten Jagdjahres in Angriff genommen oder unterstützt wurden. 

Umgesetzt wurden auch Arbeiten zur Biotopverbesserung, hier vor allem Anpflanzungen von Bäumen und Sträuchern in den Gemarkungen. Weitere Maßnahmen dieser Art seien vorerst nicht geplant, so der Vorsteher. 

Schwerpunkt der Ausführungen und auch der anschließenden Diskussion war die Zunahme von Unrat und Müll in den Jagdgebieten. Speziell nannte Wolfgang Stötzel den Bereich der Petersliete. Hier wurde abschließend beschlossen, die Grundstückseigentümer bei der geplanten Beräumung der Flächen finanziell zu unterstützen. 

Als Problematisch stellte der Jagdvorsteher die Entwicklung des Schwarzwildbestandes dar. Zwar seien, so im Bericht der Jagdpächter, in den beiden zurückliegenden Jagdjahren bisher 158 Stück Schwarzwild zur Strecke gebracht worden, aber es sei kein Ende der Entwicklung in Sicht. Indirekt wurde hier der Nationalpark Hainich als geschütztes Rückzugsrevier der Schweine in die Diskussion gebracht und auch auf die Verschärfung der Situation durch die Afrikanische Schweinepest eingegangen. Von den anwesenden Vertretern der Landwirtschaft gab es die Aussage, mit der Neuaussaat von Mais Gassen zur Bejagung einzurichten. 

Ein weiteres Problem, dass immer wieder zur Beunruhigung in den Jagdgebieten führe, sei das Nichtanleinen von Hunden. Dies verstoße gegen das Waldgesetz, werde aber zu wenig geahndet. Hier erbat sich der Jagdvorsteher mehr Unterstützung durch die Polizei. 

Wolfgang Stötzel bedankte sich für die Unterstützung der Belange der Jagdgenossenschaft beim Landwirtschaftlichen Unternehmen Mihla, der Unteren Jagdbehörde für die fachgerechte Beratung und bei der Gemeinde Mihla. 


Während der Diskussion. 

Im Bericht der Jagdpächter wurden die aktuellen Abschusszahlen im Jagdjahr mitgeteilt: 28 Stück Rehwild, 6 Stück Dammwild und 42 Stück Schwarzwild. 

Mit bisher 42 Stück erlegtem Rehwild kann der Abschussplan (66 Stück) mit dem neuen Jagdjahr erreicht werden. 

Nach der sachkundig geführten Aussprache zu den Berichten, die Jagdgenossenschaft steht nach dem Kassenbericht auch auf soliden finanziellen Grundlagen, erfolgte die Entlastung des Vorstandes. 

Gefasst wurden noch Beschlüsse zur Verwendung der Mittel aus der Jagdpacht. 

Als Information wurde mitgeteilt, dass die Jagdgenossenschaft eine erneute Versammlung einberufen muss, da durch die Bildung der Einheitsgemeinde „Amt Creuzburg“ mit Creuzburg und Ebenshausen entschieden werden muss, ob die jeweiligen Jagdgenossenschaften dann zu einer Genossenschaft zusammengelegt werden sollen oder weiter selbständig gearbeitet werden kann. Die anwesenden Jagdgenossen sprachen sich einstimmig für die zweite Möglichkeit aus. 

Hierzu soll für Mittwoch, den 9. Mai, 19.00 Uhr, erneut ins „Graue Schloss“ eingeladen werden. 

- Vorstand -