Gemeinde Mihla

Hainichgemeinde am Werraknie

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Ein Hauch von Kirmes in Mihla… 

So ganz ohne Erinnerung an die geplanten Kirmesfeierlichkeiten sollte es auch im Corona-Jahr nicht abgehen. 

Zwar waren sich Kirmesverein, Kirmesgesellschaft, Pfarrer und Gemeinde schon sehr früh darüber einig, dass die üblichen Feiern nicht stattfinden können. Eine richtige Entscheidung, wie die aktuellen Infektionszahlen sicher allen Zweiflern deutlich machen. 

Aber ein bisschen Kirmes, ein „Hauch von Kirchweih…“, sollte trotzdem sein. Und so war bald ausgemacht, dass es am traditionellen Kirmessamstag einen Festgottesdienst in der St. Martinskirche geben würde. 


Die Kirmesgesellschaft zum Festgottesdienst in der St. Martinskirche. 

Ohne Umzug und Kapelle trafen sich die Kirmesburschen mit ihren Bräuten und viele Teilnehmer des Gottesdienstes an der Kirche. Unter Einhaltung der Hygienevorschriften begann dann der Festgottesdienst, anders als in den vorherigen Jahren. 

Pfarrer Hoffmann hielt die Predigt und der Situation angepasst, spielte in den gereimten Versen Corona eine gewichtige Rolle. Aber Herr Hoffmann bot auch Lösungen an, viel wurde zur Rolle des Anblickes gesagt, der auch mit Maske möglich ist, im Miteinander und im menschliche Umgang auch in solch schwierigen Zeiten. 

Ausgangswort war ein Beispiel aus der Bibel, die Geschichte des reichen Zöllners Zachäus. Ein Gleichnis, so Pfarrer Hoffmann, dessen Aussagen gerade jetzt wieder interessant werden können. 

Natürlich gab es auch andere Bezüge, zum Geschehen im Ort, zur Gründung des Amtes Creuzburg und zu den dazu erfolgten Wahlen. Eine nachdenkliche aber auch ermutigende Predigt, unterstützt von den Chorälen und Musikstücken des Posaunenchores „St. Martin“. 

Nach dem Auszug aus der Kirche bot der Posaunenchor auf dem Kirchhof noch etliche Kirmesweisen an, die zur Freude aller Teilnehmer doch so etwas wie Kirmesstimmung aufkommen ließen. 


Herr Pfarrer Hoffmann während der Kirmespredigt. 


Der Posaunenchor „St. Martin“ spielte mit einigen Kirmesliedern auf. 

Dann gab es am Denkmal für die Gefallenen noch ein Gruppenfoto, zu dem auch Pfarrer und Bürgermeister gebeten wurden. 

Für die spätere Chronik, so hofften alle in diesem Moment, vielleicht ein wirklich historisches Foto, welches es so, ohne Kirmeskleidung, Uniformen und lange Kleider und ohne Kirmesfahne, nie wieder geben möge. 

- Ortschronist -