Gemeinde Mihla

Hainichgemeinde am Werraknie

036924/47428

 

Historische Pl?tze - Mihlberg und Sorga  Historische Pl?tze um Mihla Noch gibt es viele Erinnerungen an den Mihlberg. Er liegt oberhalb Hahnrodas ?ber dem Werratal und trug bis vor gut 30 Jahren eine der in unserer Gegend so h?ufigen Kleinsiedlungen, eben den gleichnamigen Hof Mihlberg. Woher der Name stammt, ist unklar. Manche Forscher denken, dass der Berg einst namenspr?gend f?r die gesamte Region war. Die aus fr?nkischer Zeit stammende Vorg?ngersiedlungen von Creuzburg wurden urkundlich als "Ost und Westmillingen" bezeichnet. Nicht weit vom Mihlberg entfernt liegt Mihla. Auch hier d?rfte es die gleiche Wortwurzel sein und auch Mihla ist bereits in fr?nkischer Zeit urkundlich erw?hnt. Auf jeden Fall ist ein Zusammenhang mit dem durch die seit Beginn des 8. Jahrhunderts in unser Gebiet vordringenden fr?nkischen Eroberer zu sehen oder aber zumindest k?nnte hier der Fall vorliegen, dass ?ltere Namensbezeichnungen von den Franken ?bernommen wurden.Wie es auch sei, in direkter Nachbarschaft des sp?teren Hofes Mihlberg gab es zwei weitere Kleinsiedlungen. Die ?lteste d?rfte eine im 14. Jahrhundert in Kaufbriefen der Familie von Harstall erw?hnte Siedlung "Habichstal" sein, deren Lage oder gar weitere Einzelheiten au?er der Erw?hnung in einem Kaufbrief nicht bekannt sind. Diese Siedlung wird am Lauf des Steingrabens erw?hnt, eines Baches, der bei Mihla in die Werra m?ndet. Noch heute hei?t dieses Tal oberhalb der heutigen M?lldeponie Habichstal. Es k?nnte sein, dass aus dieser mittelalterlichen Siedlung der Hof "Sorga" entstanden ist, der oberhalb des Steingrabens am Hang des Mihlberges liegt. Vielleicht ist "Die Sorge" auch als Nachfolger des untergegangenen Dorfes Habichstal zu verstehen. Sorga d?rfte imsp?ten Mittelalter entstanden sein. Die Namensgebung verweist auf eine Ansiedlung am Rande der besiedelten Fl?che und in Grenzn?he hin. Diese Aussagen treffen durchaus zu. Zeitweise bestand die Kleinsiedlung aus drei H?fen, die dann der Anlage des Kl?rteiches der Solvay- Werke weichen mu?ten. Nach 1945 wurden die letzten Bewohner umgesiedelt und die Geb?ude zerfielen. Heute findet man nur noch ganz geringe Siedlungsspuren. Zur?ck zum Mihlberg. Hier gab es fr?her keine nat?rlichen Wasservorkommen, der Hof lag sehr hoch und ung?nstig f?r landwirtschaftliche Nutzung. Also keine anziehende Lage f?r Siedler. Trotzdem war Mihlberg ?ber 500 Jahre bewohnt und wurde erst vor gut 30 Jahren aufgegeben.Unser Foto zeigt eine letzte Erinnerung an diesen historischen Platz: Eine alte Linde, die sehr gut den ansonsten im Gel?nde nicht mehr erkennbaren Standort der Siedlung markiert.     Mihla, 05.07.2003 - Ortschronist